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Leise Töne, voller Klang: Der MDR-Kinderchor, gegründet als Rundfunkkinderchor Leipzig, feiert 2018 sein 70. Jubiläum Chorsingen hat in Leipzig Tradition, auch für Kinder. Neben dem Thomanerchor gibt es mit den Kinderchören an der Oper, im Gewandhauses oder der Schola Cantorum gleich mehrere ausgezeichnete Singgemeinden. Dazu kommen zahlreiche Chöre an den Schulen. Bei knapp 600.000 Einwohnern ist das eine enorme Vielfalt. Die unterschiedlichen Ausrichtungen bieten musikalisch veranlagten Kindern ganz verschiedene Möglichkeiten, den jeweils passenden Chor für sich zu entdecken. „Ich habe den Eindruck, in Leipzig wird mehr gesungen als andernorts. Es gibt hier viele gute Kinderchöre von erstaunlicher Qualität und dieses kulturelle Erbe wird gepflegt“, bestätigt Alexander Schmitt, 34 Jahre jung und seit Anfang 2018 Künstlerischer Leiter des 1948 gegründeten Kinderchores beim Mitteldeutschen Rundfunk MDR. Inzwischen ist dieser Kinderchor der einzige einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt in Deutschland. …
Leipziger Blätter, Ausgabe 73, Passage Verlag Leipzig, 2018

Interview: Christian Wilhelm, Sommerlier des Restaurants Falco im Hotel The Westin, Leipzig„Einen Blindflug kann man sich nicht erlauben“ Der Restaurantführer Gault&Millau hat Christian Wilhelm, 35, zum Sommelier des Jahres 2018 gekürt.
Mewes: Sie wurden mit 28 Jahren Sommelier im Restaurant Falco. Es hatte damals bereits zwei Michelin-Sterne und 16 Gault-Millau-Punkte. Was stimmte Sie zuversichtlich, dass Sie der Aufgabe gewachsen sind?
Christian Wilhelm: Ich habe mir darüber tatsächlich gar keine so großen Gedanken gemacht. Ich war ja bereits zwei Jahre Sommelier in Berlin und hatte Erfahrungen in der Sterne-Gastronomie, aber eben mit klassischer Küche. Mich hat die innovative Küche von Peter Maria Schnurr enorm gereizt. Ich fand sie herausfordernd und zugleich beeindruckend - so ist es bis heute.  …
Leipzig TAG & NACHT, Ausgabe 2018/19

Tromsø – the own way in Norway
Im nördlichen Polarkreis um Tromsø steht in den Wintermonaten die Tagesplanung auf dem Kopf: Outdoor-Aktivitäten finden morgens statt, wenn es wenige Stunden dämmrig-hell ist. Mittags geht schon der Mond auf. Für Meetings eignen sich die Nachmittage, abends krönen Northern Lights die Arctic Experience …
tw tagungswirtschaft, Ausgabe 1/2018

Seoul: Smart City mit Perspektive
Seoul steht für Technologien, Hightech und schnellste Internetverbindungen, als „Smart-City“ aber auch für intelligente Vernetzung, Nachhaltigkeit und Urbanität. Gute Voraussetzungen für Meetings und Kongresse. Der Blick von der gläsernen, fast 500 Meter hohen Aussichtsplattform des neuen Wahrzeichens Seoul Lotte World Tower ist atemberaubend. Dieses funkelnde Häusermeer soll eine der ersten "Smart Cities" der Welt sein? Der Begriff steht für eine intelligente Stadt, in der alle Bereiche miteinander vernetzt sind und interagieren: Verkehr, Elektrizität und Wasser, Gebäude, Infrastruktur und Mobilität, Versorgung und Entsorgung. In Seoul scheint dieser Anspruch in vielen Bereichen bereits gelebte Realität …tw tagungswirtschaft, Ausgabe 5/2017


»Dafür bin ich nicht in die Gastronomie gegangen«
Seit 2006 führt Bernhard Rothenberger gemeinsam mit seiner Frau Christine das Restaurant Auerbachs Keller. Wie nun bekannt wurde löst der Kellerwirt zum 31.12.2017 vorzeitig seinen Pachtvertrag auf, obwohl der noch bis 2021 dauern sollte. Im Interview begründet er warum: Ausufernde Bürokratie und das unflexible Arbeitszeitgesetz hindern den Unternehmer mehr, als dass sie nützen. 
Petra Mewes:
Herr Rothenberger, sie ziehen sich vorfristig aus Ihrem Vertrag bei Auerbachs Keller zurück, weil Sie keine Lust mehr haben, Unternehmer zu sein. Was oder wer hat ihnen den Spaß verdorben?
Bernhard Rothenberger: Die Politik! Für alles gibt es immer neue Regeln. Statt frei und kreativ so ein Unternehmen wie Auerbachs Keller zu führen, leben wir wie in der Planwirtschaft. Natürlich muss es Gesetze geben, aber wir übertreiben es in Deutschland. Die Bürokratie ufert aus. Ständig kommen neue Verordnungen und Kontrollen. Das alles wirkt wie Drohungen, auf jeden Fall schränkt es uns total ein. Das Jahr 2014 war für uns außerordentlich erfolgreich, aber seit 2015 stimmen einfach die Rahmenbedingungen nicht mehr. Allein, um alle gesetzlichen Auflagen gegenüber den Mitarbeitern zu erfüllen, haben wir einen »Tag der Bürokratie« eingeführt. Da muss ich sie zum Beispiel über die Gefahren von Röhrenbildschirmen aufklären, obwohl es kaum noch Röhrengeräte gibt.
Mewes: Was barchte für Sie das Fass zum Überlaufen?
Rothenberger: Das Arbeitszeitgesetz von Andrea Nahles. …
kreuzer online, 13.10.2017

Hart & herzlich – Pâtisserie unplugged bäckt süße Unikate

Alles echt hier und handgemacht. So lässt sich der Namenszusatz unplugged als Begriff aus der Musik in dieser Pâtisserie am besten deuten. In einem frisch renovierten Haus auf der Georg-Schumann-Straße im Leipziger Norden bieten Mirko Klug und Niclas Wendler Törtchen und Kuchen, Macarons, Cookies mit Hasel- oder Cashewnüssen, Cheesecakes, Desserts und Pralinen an. Die tragen Namen wie Café Opera oder 100 % Schokolade. Klassische Torten mit 16 Buttercreme-Rosetten und Marmeladenklecks darauf sind nicht dabei. …
Konditorei & Café - Patisserie, Ausgabe Oktober/2017

Natur oder urban? Beides!

Meetings in modernen Kongresszentren, angedockt an historische Bauten, Seminare mit Ausblick in die Alpen, Incentives bei Begegnungen mit Künstlern, maximale Sicherheit. Die Potenziale von Bern und der Region des Berner Oberlandes erlebten die Teilnehmer der Studienreise der tw tagungswirtschaft drei Tage lang hautnah und kompakt. …
tw tagungswirtschaft 3/2017

Eine Bar mit Betreibern auf Zeit

In der Weinpinte Dresden probieren Praktikanten den Traum von der eigenen Weinbar aus

Teilen ist in: Auto, Fahrrad, Wohnung. seit einiger Zeit gar Restaurants. Das funktioniert seit gut einem Jahr in Dresden. Dort hat Silvio Nitzsche, Inhaber der etablierten Wein Kultur Bar, die Idee in einem zweiten Betrieb konzeptionell in die Tat umgesetzt – mit der Weinpinte. Das Ungewöhnliche daran: Er betreibt sie nicht selbst, sondern bietet jungen Interessenten im Rahmen eines Praktikums jeweils für drei Monate eine Plattform, sich auszuprobieren. ...
AHGZ, 8/2017

»… zahl‘n wir oder geh’n wir?«
Zechprellerei und Einmietbetrug sind keine Kavaliersdelikte

Neulich in der Leipziger Gottschedstraße: Am Ecktisch im Freien vor einem Lokal sitzt ein junger Mann, Anfang 30, Typ Bankangestellter, allein. Zweimal streift ihn zufällig mein Blick: Der erste beim Essen, der zweite, als er ruckartig das Besteck weglegt und davonrennt ohne zu bezahlen. Die Kellnerin schaut nach allen Seiten und räumt kopfschüttelnd ab. Ein Einzelfall? »Es gibt zum Glück nicht viele dieser Gäste, aber in manchen Fällen sind die Schäden schon beträchtlich«, sagt Holm Retsch, Geschäftsführer des Regionalverbandes Leipzig im Deutschen Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA. Der Verband hat für seine Mitglieder ein Warnsystem eingerichtet, in dem sie Beschreibungen durchgeben, damit die Person nicht gleich das nächste Lokal oder Hotel abzocken kann. Außer Zechprellern sind nämlich auch Einmietbetrüger on tour, die ihre Hotelrechnung nicht bezahlen. Sie ergänzen die Riege jener, die aus Hotelzimmern vom Kugelschreiber bis zum Bademantel oder TV-Gerät alles mitgehen lassen, was nicht niet- und nagelfest ist …
Leipzig TAG & NACHT 2017/18


Vom Auf und Ab der Kneipenszene:
Die Leipziger Gastronomie lebt vom und mit dem steten Wandel
In Leipzig gab es Ende 2016 von der Imbissbude bis zum Gourmetrestaurant laut IHK-Statistik 2093 Betriebe im Gastgewerbe. Die Zahl ist nie tagesaktuell, weil nicht nur stetig neue Lokale eröffnen, sondern auch welche schließen. Im vergangenen Jahr eröffneten 343 neu, 263 machten dicht. Vom großen Kneipensterben kann also keine Rede sein. Aber wenn Restaurants wie Fauser, Heine, Ping Ping oder die Bar Seventy betroffen sind, alle im Leipziger Westen, schrillen die Alarmglocken. Bei den Recherchen wird allerdings schnell klar, dass auch in anderen Stadtteilen Kneipen dicht machen …
kreuzer, Ausgabe 3/2017
 
Fast Food
Brain Food – Super Food: Schluss mit der Scheinheiligkeit beim Essen!

Die Leute reden von lactosefrei, glutenfrei, vegan, paleo ... packen dann aber beim Discounter Billigware und Fertigprodukte aufs Band, geben sich mit Fast Food zufrieden und glauben Verpackungen, die Hilfe beim Abspecken oder Nahrung fürs Gehirn verheißen. Warum isst eigentlich kaum einer mehr normal? In Leipzig gibt es viele Kleingärten sowie Gartenbetriebe, und rings um die Stadt ackern Bauern für natürliche Lebensmittel. Auch klassische Bäcker- und Fleischermeister achten auf Qualität. Das gern zitierte Argument der höheren Preisen lässt sich mit dem Hinweis entkräften, doch weniger einkaufen, dafür aber besser zu essen und nichts wegzuwerfen …
kreuzer, Ausgabe 2/2017
 
Voll in Schuss: In der Trainingsakademie RB Leipzig greift ein optimiertes Ernährungsprogramm
Die Geschäftsführung des Bundesligavereins RasenBall Leipzig überlässt nichts dem Zufall. Nur optimal ernährte Fußballer können auf dem Platz Tore schießen. Die Verantwortung für ihre Verpflegung trägt Chefkoch Thomas Linke. ... Dass der Neuling in der Bundesliga den stärksten Einstand aller Zeiten hinlegte gilt bisher als Rekord. Um dieses Level halten zu können, müssen Training, Regeneration und Ernährung im Einklang sein. Linke hat dazu ein eigenes Ernährungssystem kreiert, für dessen Umsetzung die 2015 eröffnete Trainingsakademie beste Bedingungen bietet …
gv-praxis, 12/2016,
dfv mediagroup, Frankfurt/Main

Schottland: The own way

Schottland assoziiert vielfach Golf und Whisky, Glasgow und Edinburgh. Doch auch Städte wie Aberdeen, Dundee und Saint Andrews stehen für Innovation, neue Technologien und Wirtschaftskraft. Gute Voraussetzungen für Tagungen, Meetings und Kongresse. „Die Raten für Gäste aus Europa waren noch nie so günstig. Der Währungskurs von Euro und Britischem Pfund steht derzeit fast bei 1:1,1.“ Amanda Ferguson kennt sich nicht nur mit Zahlen und in Schottland gut aus, sondern weiß als Senior Marketing Manager UK & Europe bei Visit Scotland Business Events auch um die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden und die Potenziale des Landes. Klagen über das unberechenbare Wetter lässt sie nicht gelten „denn nach Schottland bringt garantiert jeder die passende Kleidung mit. Und im Gegensatz zu wärmeren Gefilden, wo man enttäuscht ist, wenn es regnet, gibt es hier immer einen Plan B ...
tw tagungswirtschaft, Ausgabe 5/2016, dfv mediagroup, Frankfurt/Main

Jerusalem: Jeder Platz erzählt eine Geschichte

Jerusalem kämpft gegen Klischees: Steine, Konflikte, Geschichte. Doch es fasziniert: Im ersten Quartal 2016 besuchten insgesamt 636.259 Gäste das Land Israel. Die Gesamtbesucherzahl stieg damit verglichen mit dem Vorjahr leicht an. Der positive Trend soll sich im MICE-Geschäft fortsetzen. „In den letzten Jahren haben wir und die Unternehmen der Stadt viele Millionen Shekel investiert, um sie als Zentrum von Handel, Tourismus und Kultur zu entwickeln. Weltweit sind wir die Nummer Eins bei den Startups", verkündete Mayor Nir Barkat anlässlich eines Gesprächs mit Eventorganisatoren aus der ganzen Welt, die auf Einladung der Jerusalem Development Authority im Juni Jerusalem besuchten. Die Stadt wirkt multikulturell und durch das Miteinander der drei Weltreligionen Islam, Christen- und Judentum äußerst inspirierend. Aufgrund des politischen Status‘ von Jerusalem spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle ...
tw tagungswirtschaft, Ausgabe 3/2016, dfv mediagroup, Frankfurt/Main

Sterne, Mützen, Kochlöffel

Die Leipziger Gastronomie im Spiegel der überregionalen Restaurantführer
Man sollte meinen, in Zeiten wie diesen gäbe es wichtigere Themen, als die gehobene Gourmetküche. Stimmt, aber es gibt immer noch genügend genussbereite Menschen, die an einem guten Essen, bei gutem Wein in angenehmer Atmosphäre ihre Freude haben und vom Alltag abschalten können. Und dann gibt es noch diese Spezies der Restauranttesterinnen und -tester, die die Leistung der Wirte und ihrer Mitarbeiter in Service, Küche und Keller unter die Lupe nehmen und bewerten. Die Redaktion von Leipzig Tag & Nacht vergibt dazu seit nunmehr 21 Jahren Schiffchen als Reminiszenz an ihren Träger, das Leipziger Stadtmagazin kreuzer ...
Leipzig TAG & NACHT, Ausgabe 2016/17, Kreuzer Medien GmbH, Leipzig

Around the World: Die Karibikinsel Saint Lucia etabliert sich als Tourismusdestination mit hoher Servicequalität
Die kleine Insel Saint Lucia in der Karibik liegt abseits großer Touristenströme. Nur wenn im Hafen von Castries Kreuzfahrtschiffe anlegen, wird es in den Straßen der Hauptstadt quirlig. Aber nur bis zum Abend, denn dann gehen die Passagiere wieder an Bord. Die Hoteliers der individuell, oft ungewöhnlich gebauten Hotels und Resorts müssen sich also etwas einfallen lassen, um Übernachtungsgäste zu begeistern. So zum Beispiel das Hotel Cap Maison am Cap Estate im Norden ...
AHGZ, Matthaes Verlag Stuttgart, 2016

Aufbruch zu neuen Ufern
Leipzig erfindet sich gerade neu als "Stadt am Wasser" - mit guten Lokalen an Kanälen, Flüssen und Seen. Dazu gehört das Restaurant Tortuga des Fischhändlers Alexander Damboldt. Als das Leipziger Original eine Gaststättte neben seinem Geschäft eröffnete, war meine Freude gro: Damboldt ist einer der wenigen hier, die sich mit frichem Fisch wirklich auskennen ...
Merian Leipzig, Jahreszeiten Verlag Hamburg, 2015


20 Jahre Leipzig TAG & NACHT:
Ein Heft pro Jahr widerspiegelt die Entwicklung der Leipziger Gastro-Szene

Das Stadtmagazin kreuzer, seit 1991 kritischer, journalistischer Beobachter der Stadt Leipzig, hatte seit seiner Gründung auch eine Gastro-Rubrik im Blatt. Auf einmal sollte daraus jährlich ein ganzes Heft werden, ein Restaurantführer! Können die das?, fragte sich so mancher im Dorf, als 1995 die Planung begann. Eher durch Zufall, während eines Pressetermins im damaligen Hotspot der Stadt, dem Restaurant Mövenpick am Naschmarkt, lernten der damalige Chefredakteur, Björn Achenbach, und Geschäftsführer, Egbert Pietsch, eine Fachjournalistin kennen. Man kam ins Gespräch. Seit dem sitzt sie, die Autorin eben dieser Zeilen, bei der Erstellung der monatlichen kreuzer-Ausgabe mit im Boot. Und jedes Jahr im Frühjahr sind die gesamte Redaktion und mit ihr zahlreiche weitere Autoren unterwegs, um für die neueste Ausgabe von LEIPZIG TAG & NACHT zu recherchieren, zu testen, zu schreiben. Nunmehr liegt die 20. Ausgabe vor. Zeit für ein Resümee, Zeit zum Erinnern an die Anfänge, die Entwicklung der Leipziger Gastro-Szene, an Höhen und Tiefen, Auf- und Absteiger, Legendäres und Kurioses ...
Leipzig TAG & NACHT 2015/16


Betrogen, erschlagen, vergiftet: Im Mira-Valensky-Krimi »Alles Rot« gehts um Mord, Angst und Gier … und zypriotisches Essen

Wenn Eva Rossmann einen Krimi ihrer Mira-Valensky-Reihe »Alles Rot« nennt, schreit das förmlich nach Blut und Fleisch. Ihre Protagonistin ist Journalistin, eigentlich, denn mit sicherem Gespür für verdächtige Situationen löst sie »nebenbei« gemeinsam mit ihrer Freundin Vesna Krajner skurrile Mordfälle. Und zwar auf ihre ganz eigene, subtile Art. Diese zieht sich wie ein roter (!) Faden auch durch den zwölften Band. In ihrem jüngst erschienen Buch gelingt der Autorin eine Aktualität, die Beamten Schauer über den Rücken jagen sollte, zumindest jenen, die für die EU im Süden des Kontinents im Einsatz sind wie Dagmar Wieser, EU-Taskforce-Leiterin für Zypern. Das kann nicht gut gehen dort, in der Idylle von Sonne, Strand und Meer, wo knusprig gebratene Sardinen, gegrillte Tintenfische und Oktopussalat zum Schlemmen verführen, aber gerade die größten Banken zusammengebrochen sind und sich aller Hass gegen die EU und deren Beschlüsse richtet. Wer sollte sonst Schuld sein? … kreuzer, 3/2015

Vood Kitchen: Vegane Köche sorgen für Alternativen zum Fleischgenuss
Für Veganer ist es in Leipzig schon mal leichter geworden entsprechende Lebensmittel einzukaufen. Doch wenn sie außer Haus essen möchten ist das Angebot bis auf die wenigen spezialisierten Restaurants arg knapp bis nicht vorhanden. Wenn es gut läuft, haben »normale« Lokale auf der Speisekarte einige vegetarische Gerichte stehen. Nimmt man diese genauer unter die Lupe, findet sich da schon mal Fisch, als wäre das kein Fleisch. Einem Kollegen wurde gar schon mal der Seniorenteller als Alternative empfohlen. Manche Köche lassen die Fleischbeilage einfach weg, statt sich was Schönes auszudenken. So viel Unkenntnis regt nicht unbedingt den Appetit an. Die Krux liegt darin, dass vegane Ernährung in der offiziellen Köcheausbildung nicht vorgesehen ist. Spezialisierte Profi-Köche haben sich das in der Regel selbst beigebracht oder bei Kollegen gelernt, die selbst eine Affinität zum Thema haben. Wer es allen recht machen will, muss sich also etwas einfallen lassen. Genau da setzen Julia Meissner, Philipp Illing und René Erler an: Das Trio gründete im Sommer eine vegane Großküche: Vood Kitchen. Dort bereiten sie ausschließlich vegane Komponenten zu ...
kreuzer, 10/2014



Historische Tagungsstätten in Sachsen und Thüringen: Neuer Schick für alte Mauern
Sachsen und Thüringen sind Bundesländer im Osten Deutschlands, die deutlich positive Signale in punkto Wirtschaft und Kultur senden. In den Metropolen entstanden moderne Tagungscenter aus Glas und Beton. Um so mehr überraschen historische Bauten und alte Industriearchitektur, die als Tagungsstätten mit Charme neuen Reiz ausstrahlen.
Sachsen punktet mit Dresden als Landeshauptstadt, in Leipzig eröffneten Porsche und BMW Werke, Erfurt fiebert der Eröffnung des neuen Bahn-Drehkreuzers entgegen, Jena verdient sich als Wissenschaftsstandort neue Meriten. Weimar und Chemnitz erhielten leistungsfähige Congress Center. Die neu gebauten Kapazitäten sind leistungsfähig. Doch was gibt es noch? Historische Villen, umfunktionierte Fabrikhallen, neu genutzte Speicher ...
TagungsWirtschaft, 4/2014


»Es gibt nicht nur einen Bösewicht!«


Im Interview: Valentin Thurn, Dokumentarfilmer, Produzent und Regisseur sowie Mitbegründer der Online-Plattform www.foodsharing.de. Sein Filme »Taste the Waste« und »Die Essensvernichter« machten das Thema (auch in Buchform) weithin populär. Im Interview mit Leipzig Tag & Nacht beantwortet er Fragen zur Lebensmittelverschwendung, die gemeinsame Verantwortung von Produzenten, Händlern und Konsumenten sowie die teilweise Unsinnigkeit des Mindesthaltbarkeitsdatums.
Wie wurden Sie auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam?

Valentin Thurn:
Wir haben eine Reportage über sogenannte Mülltaucher gedreht, dabei bin ich eher zufällig mit dem Lebensstil dieser jungen Leute konfrontiert worden. Sie erzählen uns auch etwas über die Verschwendungsgesellschaft. Das hat bei mir und dann auch bei den Zuschauern eine regelrechte Wutreaktion ausgelöst, so dass wir in das Thema noch viel tiefer eingetaucht sind, als ursprünglich geplant.  ...
Komplettes Interview nachzulesen in Leipzig TAG & NACHT, Ausgabe 2014/15

Fußballfreie Zonen
Jenseits vom Public Viewing gibt es Oasen, wo man in Ruhe essen kann

Mit Beginn der Fußball-WM am 12. Juni werden uns Fangesänge und Vuvuzela-Tröten verfolgen. Auch die Leipziger Wirte rüsten auf, haben Fanartikel und Spezialteller in Fußballform geordert, Fußballbrötchen und WM-Buletten kreiert. Zum Event vor vier Jahren hatte ein Leipziger Bestatter gar eine Fußball-Urne ins Fenster gestellt, sah aus wie ein Grill. Die kreuzer-Redaktion will bestimmt keine Spaßbremse sein, aber beim Essen hat man doch irgendwie gern seine Ruhe. Nur wo? Die folgenden Informationen können nur unvollständig sein, da wir nicht alle 1500 Leipziger Lokale anrufen konnten, manche Wirte bis zum Redaktionsschluss noch keine Entscheidung getroffen, andere nicht geantwortet haben. Also: Ganz und gar kulinarischen, dazu noch veganen Genüssen kann man sich während der Fußballwochen im Restaurant Zest hingeben. Auch das Café Grundmann sowie die Lokale Kowalski, Max Enk, S-Kultur, Telegraph, Umaii, und Weinbeisserei werden weder TV-Geräte noch Beamer aufbauen. Alexander Lehwald hat ganz andere Ideen: Er lädt am 27. und 28. Juni abends in die Weinbeisserei am Markkleeberger See zur Weinverkostung mit dem Winzer Matthias Hey aus Naumburg ein … 
kreuzer, Ausgabe 6/2014

Pizza, Tapas und Café con Leche: Das mediterrane Restaurant Levante stimmt an der Schladitzer Bucht auf Urlaub ein
Als ich Ende der 1990-er Jahre zum ersten Mal den Schladitzer See sah, konnte man mit dem Rad noch quer durch trockene Schneisen durch fahren. Inzwischen ist er geflutet, ein Radweg führt ringsum, am Wolteritzer Ufer sowie in der Schladitzer Bucht gibts Strände zum Baden. Die Anfänge im nördlichen Neuseenland um Leipzig waren weitaus bescheidener als im südlichen rund um den Cospudener See, wo reichlich Fördermittel flossen. Der Norden kam langsamer, gewann aber an Fahrt, als vor rund zehn Jahren »All on Sea« hier einstieg. Ein paar junge Leute um die Gründer Anke Schneider und Michael Glaser setzen hier seitdem ihre Vision von Wassersport und Erlebnis um. Mit dem Nachtcafé organsierten sie erste Partys und mit Partnern wie dem Camp David Sportresort entwickelten die Enthusiasten Schritt für Schritt aus dem Beachvolley-Platz und der ersten kleinen Surfhütte ein Wassersportzentrum für Taucher, Kiter, Surfer und Segler. Ab der kommenden Saison können am Platz, wo einst das Dorf Schladitz der Braunkohle weichen musste, Gäste in eigenen oder gemieteten Zelten bzw. Ferienhäusern schlafen. Wer im Glaskuppel-Tenthouse logiert, sieht von seiner Liege aus die Sterne. Gastronomisch war bis auf wenige, eher provisorisch wirkende Imbissbuden bisher nicht viel los. Das änderte sich im vergangenen Dezember, als direkt am See das mediterran in hellen Farben und mit Charme gestaltete Restaurant Levante öffnete ...
kreuzer, 2/2014

Le Beaujolais Primeur est arrivé
… und im Café Maître startet eine neue Reihe mit Musik

Jeden dritten Donnerstag im November rollt der Beaujolais Primeur an. In Frankreich ist das schon ein Ereignis, denn es ist der erste Wein, der bereits im Jahr seiner Herstellung verkauft werden darf. Weinkenner messen diesem Jungspund keine große Bedeutung zu. Aber immer ist es ein Anlass zum gepflegten Beisammensein. Eckehart Grundmann vom Café Maître pflegt die Kultveranstaltung seit Jahren und so lud er auch am diesmal am 21. November zu Wein, Essen und Musik. Der Abend gestaltete sich zum Auftakt einer musikalischen Reihe, die nun jeweils am dritten Dienstag des Monats im Café Maître stattfinden soll. Wer dabei war, den neuen Wein probierte und es sich bei Kalbskutteln oder Crème brûlée gut gehen ließ, durfte sich wie in einem der legendären Pariser Café-Theater fühlen, das statt einer französischen Chansonsängerin mal eben eine englische Lady als Stargast engagiert hatte: Andrea Höhn, frei schwebende Entertainerin aus Leipzig, sang begleitet von Gitarrist Karl-Heinz Vogel Swing, Musical und Schlageroldies in englischer Sprache ...
kreuzer online, 23.11.2013

Über Spaß am Wein, die Insel Gorgona und einen neuen Kunstpreis
Lamberto Frescobaldi lud zur Verkostung toskanischer Weine in das Leipziger Hotel Fürstenhof ein
Am 11. Oktober luden Hoteldirektor Jörg Müller und Lamberto Frescobaldi in den Serpentinsaal des Hotels Fürstenhof ein. Das Weinimperium Marchesi de‘ Frescobaldi betreibt seit mehr als 700 Jahren Weinbau in der Toskana, seit September dieses Jahres ist Lamberto Frescobaldi ihr Presidente. Die Gäste erlebten einen entspannten Abend, an dem auch Küchenchef Till Weiß eine Aktie hatte. Zwischen den insgesamt fünf Gängen des Menüs erzählte der Winzer über seine Familie, die seit rund 700 Jahren Weine macht, über Weine mit Charakter durch Boden und Klima und jene Menschen, die dahinter stehen. Auch an den Tischen wurde geplaudert, vor allem über die verkosteten Weine. Manche Tropfen wurden als feminin und elegant beschrieben, andere als mineralisch, als zündend oder mit Noten von Orangen bis Schokolade bedacht. Lamberto Frescobaldi, ein eher bodenständiger Typ, brachte es unkompliziert auf den Punkt: »Man kann über Weine und Genuss lange reden, man kann aber auch seinen Spaß an ihnen haben!« ...
kreuzer online, 22.10.2013


Attmann war da

Der Weinmacher aus der Pfalz schenkte im Restaurant Max Enk markante Weinen großer Lagen aus

Der Winzer Stephan Attman vom Pfälzer Weingut von Winning wurde 2011 vom Gault Millau zum Aufsteiger des Jahres gewählt, im September dieses Jahres klauten ihm kurz vor der Lese dreiste Diebe 2500 Kilogramm Pinot-Noir-Trauben aus der Lage Deidesheimer Gottesacker. So viel Neid muss man sich als Quereinsteiger erstmal erarbeiten! Am vergangenen Freitag stand er im Restaurant Max Enk, eingeladen von Restaurantchef Torsten Hempel, Weinhändler Christian Rieder und Dietrich Enk. Die Weine aus dem Gut in der Pfalz polarisieren, aber an diesem Abend hatte der bodenständige Weinmacher wohl alle auf seiner Seite. Und langweilig war es erst recht nicht ...
kreuzer online,
6/2013


»Dir brennt doch wohl der Kittel!«
Frau Pulver ist nicht einfach nur Wirtin, mit und in ihrer kleinen Bar ist sie eine Institution
»Ordne Dich bitte!« Der Gast von Astrid Lisa Wagenbreth war wohl kurz davor, in ihrer kleinen Bar die Kontenance zu verlieren. Astrid wer? Frau Pulver! Den Namen hat sie seit den 1980-er Jahren weg. Eine Freundin, Tinchen, gab ihn ihr damals, als sie gemeinsamen durch die DDR trampten und dann schon mal in Eisenach ankamen statt wie geplant an der Ostsee. Und das »Gelabere« auf dem Beifahrersitz, das »Rumpulvern« war Anlass für den Namen, der sie bis heute durch ihr damals ungeplantes Leben begleitet ...
Leipzig TAG & NACHT, 18. Ausgabe 2013/14


Helsinki, Chicago, Osaka … Leipzig: Das Netzwerk Délice setzt auf kulinarischen Austausch
Leipzig ist Mitglied im internationalen Netzwerk Délice – neben weitaus größeren Städten wie Lyon, Osaka, Chicago, Brüssel und Riga. Diese Städte sind (auch) berühmt für ihre Traditionen in Sachen Lebens- und Esskultur, für Spezialitäten, große Namen wie Bocuse, etablierte Foodfestivals, Märkte und Messen. Unter diesem Aspekt betrachtet kann Leipzig nur gewinnen, wenn es über den Tellerrand hinaus sieht. Den Hut dafür haben jeweils die Kommunen auf und so ist Délice beim Referat Internationale Beziehungen angesiedelt, um Gastronomen, Produzenten, Händler und Otto Normalverbraucher ins Boot zu holen. Regelmäßig finden Treffen zum Austausch statt, das letzte kürzlich in Helsinki …
kreuzer, 11/2012


Im Interview Tim Raue


Tim Raue ist Inhaber des Restaurants Tim Raue in Berlin, das einen Michelin-Stern, vier F vom Feinschmecker sowie 19 Gault-Millau-Punkte erreicht hat.

„Ich stehe morgens auf, um zu gewinnen“


Petra Mewes: Es ist Ihnen nicht in die Wiege gelegt worden, einmal zu den besten Köchen dieses Landes zu gehören. Wann haben Sie gewusst, dass Sie genau in dieser Liga kochen wollen?
Tim Raue: Ich koche im Prinzip seit ich 17 bin. Ich habe schnell gemerkt, was ich gut kann: strukturieren, rasch ein Konzept finden, erkennen, es dann auch durchziehen. Da ich enorm fleißig war, hat man mir schnell viel Arbeit und viel Verantwortung übertragen. Mit 29 war ich Küchendirektor im Swissôtel Berlin.
Was motiviert Sie?
Raue:
Ich stehe morgens auf, um zu gewinnen.
Ist es einfacher, einen Platz in der Spitzenhotellerie und -gastronomie zu erreichen oder ihn zu halten?
Raue:
Es ist eine große Herausforderung zu kochen, ein tägliches Ritual! Es geht gar nicht darum, unbedingt Chef zu sein. Aber jeder Teller in einem Menü, jedes Glas, das ein Gast bekommt, alles muss absolut perfekt sein. Das ist schon ein immenser Druck.
Wir halten Sie persönlich den Druck aus?
Raue:
Das ist wie beim Hochleistungsport. Ich sehe ihn als Ansporn, Anreiz, ja sicher auch als Sucht, immer besser zu werden. Ich mache genau das, was ich für richtig halte. ...
AHGZ, Ausgabe 14/2012 vom 31.03.2012


Dim Sum auf dem Teller, die Tropenwelt im Blick: Das Restaurant Patakan

Die Szenerie könnte exotischer nicht sein: Wände, Decken und Raumteiler schmücken Holzschnitzereien aus Bali, Leuchten und Mobilar sind im asiatischen Stil gehalten,
farbenfrohe Decken, Sitzkissen und Vorhänge sorgen für eine lockere Atmosphäre und in großen Pfannen und Woks dampfen fernöstliche Speisen. Über allem wacht ein messingfarbener, großer Buddha. Willkommen im Restaurant Patakan in Gondwanaland! Der Name stellt zuerst ein Verbindung speziell zur Küche Thailands her. In der Tropenhalle erfährt der Begriff eine neue Interpretation, die zu einer kulinarischen Reise nach Asien einlädt. Das neue Restaurant ist bereits der dritte Betrieb von Marché International im Leipziger Zoo, einem Unternehmensbereich der Mövenpick Gruppe. Das gastronomische Gesamtkonzept von Leipzigs größtem Tierpark erfährt damit eine wesentliche, thematische Ergänzung. ...
Leipziger Blätter, Sonderausgabe Gondwanaland, Passage Verlag Leipzig, Juni 2011

Kaffee am See, Fische am Elstergraben: Leipzigs neue Gastro-Szene liegt direkt am Wasser

"Der Elstergraben ist noch trocken, aber die Fische sind schon da!" Mit diesem Aushang lockte Alexander Damboldt vor einiger Zeit neue Gäste in sein Fischrestaurant Tortuga am Ranstädter Steinweg. Als der Familienbetrieb Anfang der 1990er Jahre seinen "Fisch-Shop" eröffnete hatte, ahnte niemand, dass hier tatsächlich einmal ein Fluss vorbei führen würde. Leipzigs Wandel zur »Wasserstadt« stand damals nicht einmal auf dem Papier. Und rings um die Stadt fraßen sich immer noch riesige Bagger in die Erde. Der Abbau von Rohbraunkohle riss tiefe Wunden in die Landschaft. Heute schaukeln im Süden und Norden von Leipzig Segelboote auf den Wellen. Surfer und Badegäste erobern die neuen Paradies ... Leipziger Blätter, Sonderausgabe "Wasserstadt Leipzig", Passage Verlag, 2012 

Blindes Verkosten

Im Leipziger Dunkelrestaurant Mondschein muss man sich auf seinen Schmeck-, Tast- und Hörsinn verlassen. Und natürlich auf den Koch
Für jeden, der sehen kann, ist diese Restaurant schon ein Abenteuer! Von außen und auf den ersten Blick auch innen wirkt es ganz »normal«. Große Fenster, Tische, unverputztes Mauerwerk, eine bequeme Lounge und der farblich angestrahlte Tresen sprechen eine individuelle, aber gewohnte Sprache. Doch kaum haben wir unseren Aperitif probiert (trockener Sekt mit Molekularkügelchen von der Passionsfrucht) und dabei eins von vier Menüs gewählt, nimmt der Abend seinen ungewohnten Lauf: Pernille, eine unkomplizierte, blinde, junge Frau, nimmt uns unter ihre Fittiche. Nach einer kurzen Einweisung und der Order, keine Handys oder beleuchtete Uhrendisplays zu benutzen, folgen wir ihr durch die Lichtschleuse ins Dunkel. Pernille vornweg, ich fasse sie am Arm, mein Begleiter legt eine Hand auf meine Schulter. So tappen wir in die totale Finsternis ...
kreuzer - das Leipzig Magazin, 11/2010

LYON: 20 000 Menüs am Tag
Leipziger Ernährungsexperten des internationalen Netzwerkes Délice staunten nicht schlecht, als sie kürzlich zum Erfahrungsaustausch über die Verpflegung an Schulen und Kindergärten in Leipzigs Partnerstadt Lyon weilten. Unterscheiden sich die Faktoren Organisation, Abrechnung, Produktion und Verwaltung doch absolut von den verschiedensten deutschen Modellen. Vor allem liegt die Schüler- und Kinderverpflegung in Lyon komplett in den Händen der Stadt. Die französischen Kommune hat eigene Standards für die Versorgung ihrer jungen Generation festgelegt. Darin eingeschlossen sind ausgeglichene Speisepläne, der bevorzugte Einsatz von Bio und regionalen Produkten sowie großzügige Subventionen. Für die Produktion der 20.000 warmen Mahlzeiten pro Tag ist ein einziger Partner zuständig: das Cateringunternehmen Avenance ... 
ESS-Klasse junior, Ausgabe November 2010


Ein Bett für Martin Wuttke: Das Haus in der Georg-Schumann-Straße 102 schreibt Filmgeschichte als Tatort-Pension
Zimmer frei! Das Schild am Eingang des Hauses ist ernst gemeint. Pension und Gasthaus »Zur 102« in der Georg-Schumann-Straße sind keineswegs nur Filmkulisse, wenn »Hauptkommissar« Andreas Keppler alias Martin Wuttke hier sein müdes Haupt zur Ruhe bettet und Dieter Jaußlauk den Pensionsvater mimt. Der Richtige heisst Klaus Beyer, ist 69 Jahre alt und ein Leipziger Urgestein. Als er noch zu DDR-Zeiten das Haus erbte, war das eher Fluch als Segen ...
Leipzig TAG & NACHT, Ausgabe 2010/11


Kaffee am See, Fisch am Elstergraben -
 Leipzigs neue Gastro-Szene liegt direkt am Wasser
»Der Elstergraben ist noch trocken, aber die Fische sind schon da!« Mit diesem Aushang lockte Alexander Damboldt vor einiger Zeit neue Gäste in sein Fischrestaurant Tortuga am Ranstädter Steinweg. Als der Familienbetrieb Anfang der 1990er Jahre seinen »Fisch-Shop« eröffnete hatte, ahnte niemand, dass hier tatsächlich einmal ein Fluss vorbei führen würde. Leipzigs Wandel zur »Wasserstadt« stand damals nicht einmal auf dem Papier. Und rings um die Stadt fraßen sich immer noch riesige Bagger in die Erde. Der Abbau von Rohbraunkohle riss tiefe Wunden in die Landschaft. Heute schaukeln im Süden und Norden von Leipzig Segelboote auf den Wellen. Surfer und Badegäste erobern die neuen Paradiese. Und kühnen Visionären verdanken wir es, dass heute mitten in der City Pleisse und Elstermühlgraben von ihrer Verdeckelung befreit wieder ans Licht geholt wurden. Mit dem "Neuseenland" ringsum Leipzig und dem Ausbau unterirdischer Wasserläufe ergaben sich für die Gastronomie und den Tourismus zahlreiche Möglichkeiten für eine völlig neue Ausrichtung zwischen Entspannung, Fitness und Kultur ...
Leipziger Blätter, Sonderveröffentlichung Stadt am Wasser, Mai 2010
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Marokko: Zwischen Orient und Okzident
Marokko ist ebenso vielseitig wie seine Landschaften. Es gibt grüne Oasen und abenteuerliche Wüsten, die Küste am Mittelmeer bis zum Atlantik, den schneebedeckten Atlasgebirgszug und eine urbane orientalische Architektur, die jede Erwartung aus Tausend und einer Nacht erfüllt. Mehr als 200 Reiseanbieter mit über 800 Hotels im Programm bieten insgesamt 153.000 Betten in differenzierten Hotelkategorien an. Vom Beduinenzelt über einfache Riads bis zum Luxusresort ist alles dabei. Mit dem „Plan Azur“ startete König Mohammed VI. höchstselbst den Ausbau der touristischen Infrastruktur ...
TagungsWirtschaft international, 4/2010 TagungsWirtschaft international, 2/2010


Justizvollzugsanstalt Leipzig: Kochen hinter Gittern

Zum Alltag hinter Gittern gehört die Versorgung. Vom Kleinkriminellen bis zum Schwerverbrecher haben alle den gleichen, gesetzlich fixierten Anspruch auf pünktliche und ausgewogene Mahlzeiten. Die Voraussetzungen in der Justizvollzugsanstalt Leipzig sind gut: Die Küche ist modern, das Verpflegungssystem ausgereift. Das Besondere hier: Zwölf Inhaftierte lernen den Kochberuf – hochmotiviert und mit IHK-Prüfung."Die Verpflegung muss klappen! Mit ihr steht und fällt die Stimmung in der Anstalt", erklärt Leo Hartmann unumwunden ... 
gv-praxis, Ausgabe 12/2009


Paris: Tradition, Entwicklung, Zukunft

Eiffelturm, Sacré Coeur, Louvre. Paris lebt von diesen Traditionen – und beeindruckt mit einer neuen Dynamik, die dem MICE-Markt starke Impulse gibt.
Frankreichs Metropole beeindruckt immer wieder mit zeitlosem Charme. Die Stadt baut auf ihre Traditionen und den Ruf als Europas wichtigster Wirtschafts- und Finanzplatz mit bewährten Congress- und Messestätten. Doch parallel bricht eine neue Welt ihre Bahn: Luxusherbergen entdecken die Attraktivität des Business-Tourisimus, neue Hotelmarken mit umfangreichen Service- und Dienstleistungsbereichen erobern den Markt. Theater, Museen, Sportstätten und Verkehrsbetriebe öffnen ihre Räume für Tagungen und Kongresse, Firmenevents, Banketts und Preisverleihungen. Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise stoppten diese Entwicklung bisher nicht. Im Gegenteil – sie fördern diesen Trend. Sicher, Paris ist luxuriös, doch genaueres Hinsehen und Preisvergleiche lohnen ... 
TagungsWirtschaft international, Ausgabe 2/2009


Im Interview: Jürgen Dollase

»Bei den Gastronomen gibt es sehr große Fortschritte - aber immer noch und immer wieder böse Ausnahmen«

Jürgen Dollase, geboren in Oberhausen im Ruhrgebiet, studierte Kunst, Musik und Philosophie. Er war professioneller Rockmusiker, Produzent und Maler. 1993 fing er an zu kochen, 1999 auch darüber zu schreiben. Er ist Buchautor und Kolumnist bei FAZ, FAS und Der Feinschmecker. 

 LEIPZIG TAG & NACHT: Herr Dollase, Sie gelten als kritischer Gast. worauf achten Sie zuerst, wenn Sie essen gehen?

JÜRGEN DOLLASE: Ich achte nach Möglichkeit auf alle Dinge gleichzeitig, und zwar immer ohne mich über Irgendetwas aufzuregen. Ein Kritiker sollte hellwach sein und zuerst alles präzise aufnehmen bevor er zu Einordnungen kommt. Was mich zu Beginn am meisten interessiert ist immer die Speisekarte.

LEIPZIG TAG & NACHT: Was stört Sie in Restaurants am meisten?

DOLLASE: Als Kritiker stört mich nichts, ich nehme nur wahr. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die meine Arbeit empfindlich behindern können. Dazu gehören zum Beispiel stark parfümierte Gäste, mit denen man Rücken an Rücken oder Seite an Seite isst, weil das meine Wahrnehmung beeinträchtigen kann. Dazu gehören auch Restaurants, die nicht flexibel genug bei der Zusammenstellung des Menüs reagieren. Wirklich erschwerend sind die manchmal endlos langen Wartezeiten zwischen den Gängen. Wenn es darum geht, was ich alles zu kritisieren habe, wird die Liste natürlich sehr lang. Ich möchte es einmal umgekehrt formulieren: wenn das Essen spannend ist ...  LEIPZIG TAG & NACHT, Ausgabe 2008/09

Weinstube am Brunnen: Spaß beim Wein-Müller

Wo sonst bitte gibt es eine Domina für 27 €? Oder einen Rheingauer Verführer zum Vorjahrespreis? Bei Ulrich Müller! Der ist tagsüber Weinhändler und abends Wirt. Und was für einer! Dort gibt es ein Kompliment für die Dame, da anerkennende Worte für den Herrn. Will ein Pärchen partout nicht gestört werden - das Großzschocher Original hat auch dafür Verständnis. Ansonsten kommt er mit seinen Gästen schnell ins Gespräch, schwärmt für edle Tropfen, empfiehlt Reisen zu kleinen Weingütern ...  LEIPZIG TAG & NACHT, Ausgabe 2008/09


Edle Weine : 1. Ostdeutscher Weinpreis vergeben

In Leipzig wurde zum ersten Mal der Ostdeutsche Weinpreis vergeben. Er soll Spitzenweinen aus Ostdeutschland mehr Aufmerksamkeit bringen.

Wozu brauchen wir einen Ostdeutschen Weinpreis? Stuart Pigott weiß es genau: »Weine aus ostdeutschen Anbaugebieten werden oft unterschätzt. Wir wollen mit diesem Preis den Spitzenweinen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.« Der Weinjournalist hatte sich diesen Preis gemeinsam mit Peter Niemann vom Restaurant Allee – bei einem Glas Wein – ausgedacht und vergangenen Samstag aus der Taufe gehoben. Gesamtsieger ist ein Riesling »Großes Gewächs« 2006 vom Freyburger Edelacker. Der Winzer Bernhard Pawis nahm die Auszeichnung zwar nicht persönlich entgegen, aber die frohe Botschaft, von der amtierenden Deutschen Weinkönigin Katja Schweder telefonisch überbracht, freute ihn schon.

Auf die Frage an Stuart Pigott, ob die vorhandenen Preise – zum Beispiel über Prämierungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft oder die Klassifizierungen des Deutschen Weininstituts – nicht ausreichten, antwortet der Kritiker ganz sachlich: »Unter all diesen Medaillen und Urkunden fallen die Weine aus Ostdeutschland leider oft nicht auf.« Der Ostdeutsche Weinpreis ist offen für Winzer aus den beiden Anbaugebieten in Sachsen und an Saale-Unstrut sowie in Mecklenburg. Der Wein muss zu 100 Prozent aus diesen Regionen und den aktuellen Jahrgängen stammen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte eine Jury unter Leitung von Stuart Pigott aus mehr als 20 eingesandten Weinen eine Vorauswahl getroffen, von wo es zwölf Weine in die Endrunde schafften ...   KREUZER Leipzig - online, Oktober 2007


Irland: Vom Tagungsraum auf den Golfplatz

Die grüne Insel aktiviert den MICE-Markt. Ein Fam Trip Anfang April zeigte ungewöhnliche Potenziale zwischen Herrnhäusern und Schlössern, modernen Tagungssälen, gälischen Traditionen und anspruchsvollen GolfanlagenWas hat Irland nicht alles für klangvolle Beinamen: Grüne Insel, Golferparadies, Whiskeyland. Und Heinrich Bölls "Irisches Tagebuch" war einer der größten Erfolge des deutschen Literaturnobelpreisträgers. Geht es nach den Plänen der irischen Tourismusanbieter, kommt jetzt ein weiteres Grund hinzu, Irland zu buchen: Sie erschließen den MICE-Markt in einer neuen Dimension ...  TagungsWirtschaft international, 2007


Vom Gourmet- zum geprüften Heimkoch

"Hallo Renate!" "Hallo Jörg", ruft die Seniorin im Rollstuhl gut aufgelegt zurück. Jörg Mempel kennt seine Gäste und sie kennen ihn. Der hochgewachsene, schlanke Küchenchef ist für viele der Bewohner des Deutschorden Seniorenheims in Erfurt ein junger Mann im Alter ihrer Söhne oder Enkel. Wenn er durchs das moderne, helle Haus geht, glaubt man ihm aufs Wort, dass er genau hier berufliche Erfüllung findet. Dabei hat der 42-Jährige als Küchenchef auch andere, große Häuser gesehen. Nach der Ausbildung kochte er im Ernst-Thälmann-Haus in Oberhof, im Schloss Rheinhardsbrunn und im Steigenberger Intercity-Hotel Erfurt. Im renommierten Erfurter Gildehaus betreute er Gäste wie Michail Gorbatschow. Das Metier, von der Lehrlingsausbildung bis zur Küchenleitung, ist ihm also bestens vertraut. Auch der damit verbundene Stress, die unregelmäßigen Arbeitszeiten, der Druck durch Vorgesetzte. Also zögerte er nicht, als vor etwa zwei Jahren das Angebot des Deutschordens in Erfurt ins Haus flatterte ... gv-praxis, 2007


Aus und Vorbei?

Die Quersubventionierung der Kultur über die Gastronomie ist utopisch, wie das Beispiel Gohliser Schlösschen einmal mehr zeigt

"Liebe Gäste! Leider dürfen wir nicht mehr für Sie kochen!" Wie ein Abschiedsbrief hing dieses Schreiben Anfang Februar im Schaukasten des Restaurants im Gohliser Schlösschen. Dass der Pächter René Stoye nach nur einem Jahr wieder seinen Hut nehmen musste, hat aber eine Vorgeschichte. In der geht es um unbezahlte Rechnungen für große Büfetts, seinen Pachtvertrag, nicht erfüllte Pflichten daraus und aufgelaufene Verbindlichkeiten. Mit drei Monatsmieten stand er zuletzt bei seinem Vermieter, dem Verein Freundeskreis Gohliser Schlösschen e.V., in der Kreide. Der wiederum geriet bei seinem Vertragspartner, der Stadt Leipzig als Eigentümerin der Immobilie, in Verzug... Leipziger Stadtmagazin KREUZER, 2007


Island – Fast and Slow

Die strategisch günstige Lage zwischen Europa und Amerika empfiehlt Reykjavík für internationale Events. Die Natur Islands sorgt für einmalige Incentives mit hohem Erlebniswert. Der Zauber Islands zog 2005 fast 370.000 Besucher an – trotz durchschnittlicher Tagestemperaturen um 15 °C im Juli und 213 Regentagen im Jahr. Dafür ist es in den Monaten Juni und Juli 24 Stunden lang taghell. "Und unsere Winter sind ausgesprochen mild, so dass wir keine Saison, sondern das ganze Jahr über Gäste haben." Hrönn Greipsdóttir, General Managerin des Radisson SAS Hotels Saga, kooperiert regelmäßig mit anderen Tourismusanbietern, um internationale Eventveranstalter für Reykjavik als Ort zu begeistern... TW TagungsWirtschaft, 2006


Karriere in der Hotellerie – Chancen, Planung, Praxis

Wie weiter, fragen sich viele frisch gebackene Köche, Restaurant- und Hotelfachleute, wenn sie ihre Abschlusszeugnisse in den Händen halten. Und was geht noch, lautet die Frage interessierter Seiteneinsteiger. Karriere im Hotel hat viele Namen. Aber ohne gezielte Planung läuft nichts. Im Fokus der neuen AHGZ-Serie stehen interne Schulungen und Information, Fortbildung, Training, Beratung und Vermittlung... AHGZ, 2006


Abenteuer am Zambesi

Ursprünglich präsentiert sich Livingstone in Zambia. Direkt am Zambesi River bietet das Resort The Victoria Falls afrikanisches Flair, moderne Tagungsräume und imposante Incentives. Nur einen Steinwurf entfernt von den Viktoriafällen am Zambesi River liegt das Sun International Resort The Victoria Falls in Zambia. Zur 2001 eröffneten Anlage gehören zwei Hotels: The Royal Livingstone, ein Mitglied der Leading Hotels of the World, und das Drei-Sterne-Haus Zambesi Sun. Craig Storkey, General Manager von Sun International in Livingstone, weiss, dass "Zambia im MICE-Markt für viele eine neue Destination ist." Das soll sich ändern... TagungsWirtschaft international, 2006


St. Gallen und Graubünden: Business in der Bergwelt

Die weltweit verbreiteten Klischees der Kantone St. Gallen und Graubünden, vom schneebedeckten Berggipfel bis zur rustikalen Holzhütte, sind real so imposant wie auf den Postkarten. Doch die kleineren Orte sind nicht nur idyllische Ferienziele. Ihre Potenziale im MICE-Markt sind beachtlich. Meist assoziieren Plätze wie St. Gallen, Chur, Davos, St. Moritz und Pontresina eher Werte wie Erholung und Wintersport, Kultur und Tradition. Dabei haben sie längst auch einen Namen als Destinations für Schulungen und Kongresse. Zum Beispiel beim jährlichen Brustkrebskongress in St. Gallen oder den medienwirksamen Jahrestreffen des "World Economic Forum" in Davos. Weitaus weniger beachtet gehen regelmäßig auch kleinere Schulungen und Kongresse über die Bühne. Um ihre Kapazitäten effektiver auszulasten haben die Städte gemeinsam mit den Leistungsanbietern vor Ort beschlossen, den MICE-Markt neu zu erschließen... TW TagungsWirtschaft, 2006


Wellness von Innen

Wenn Gäste dem Alltag entfliehen wollen sind kreative Ideen gefragt, keine großen InvestitionenAusgebrannt, unzufrieden, müde. 16-Stunden-Tage, Wochenendarbeit, permanentes Handygeklingel - der Alltag vieler Gäste. Immer mehr suchen deshalb in der Hotellerie nicht nur Erholung, sondern eine regelrechte Auszeit. Sie gönnen sich einen Chill out zur persönlichen Reflexion und Weiterentwicklung. Weg vom Hektik und Leistungsdruck, Rummel und Komfort, hin zur Naturverbundenheit, Entspannung und Lebensfreude. Nun sind Hotels keine therapeutischen Einrichtungen, aber sie bieten sich als exzellente Plätze an, um der Zivilisation für eine gewisse Zeit zu entfliehen. Christine Clausing vom Resort und Spa Zur Bleiche in Brandenburg geht auf diese Bedürfnisse aktiv ein... AHGZ, 2006


Tasty Singapur

Chilli Crab, Laksa und Fish Head Curry, Tiger Beer und Singapore Sling – typische Speisen und Drinks signalisieren auch kulinarisch: Singapur ist multikulturell, vielsprachig und multireligiös. Dementsprechend groß ist die Bandbreite gastronomischer Betriebe. Der folgende Beitrag ist ein kleiner Guide durch die Food-Service-Landschaft des Inselstaates. Im Fokus: einheimische Konzepte mit spezifischen Produkten."In Singapur ist Zug an der Maschine!", Chris Glaessel, Operations Manager im Shangri-La Hotel in der Orange Grove Road, hat schon in verschiedenen Destinations in Asien gearbeitet, in Japan, Thailand und in Dubai im Mittleren Osten. Singapur vereint für ihn leistungsorientiertes Management westeuropäischer Schule mit asiatischem Servicebemühen und exotischem Background...FOOD SERVICE Europe & Middle East, 2006


Die neue Lust am Wein

Weich am Gaumen, stark im Kommen. Beim Thema Wein zeigt das Konsumbarometer insgesamt erfreuliche Tendenzen: Der pro-Kopf-Verbrauch ist gestiegen, der Weinjahrgang 2003 war hervorragend und das international und national gestiegene Image heimischer Rebsäfte zeugt davon, dass sich der deutsche Weinmarkt positiv entwickelt. Davon muss auch die Hotelgastronomie profitieren. Die Chancen dafür stehen gut... Fachzeitschrift NGZ-Der Hotelier, 2005


Porsche Leipzig Service GmbH

Erlebniswelt Porsche

Personalverpflegung und Gästebetreuung. Das sind die Hauptaufgaben der 2002 gegründeten Porsche Leipzig Service GmbH. Das ist im Prinzip in der GV-Branche nichts besonderes. Aber hier geht es um die Produktionsstätte des Cayenne, dem ersten sportlichen Mehrzweckfahrzeug in der Geschichte des legendären Sportwagen-Herstellers. Futuristisch und serviceorientiert werden da von der Herstellung bis zur Auslieferung an den Kunden neue Maßstäbe gesetzt. Das Verpflegungsunternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Porsche Leipzig GmbH. Inszeniert wurde eine Erlebniswelt... gv-praxis, 2004


Mecklenburg-Vorpommern: Touristischer Imagewandel

Mecklenburg-Vorpommern verändert sein Image. Das Agrarland bewahrt sein Gesicht, doch zunehmend sorgen innovative Wirtschafts- und Forschungsunternehmen für frischen Wind. Ein ganz und gar neues Bild prägt inzwischen den Tourismus: Statt auf Massenabfertigung im Sommer setzen die Beherbergungsbetriebe auf ganzjährig fahrbare Konzepte oder zumindest saisonverlängernde Maßnahmen. Deren Hauptthemen: Gesundheit, Fun und Wellness. Die Potentiale sind enorm und noch lange nicht ausgereizt... NGZ-Der Hotelier, 2004


Hotelfachschulen im Wandel

Times are changing. An keiner Branche geht die Entwicklung vorbei und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wohl wissend um die Brisanz dieses Satzes müssen auch Hotelfachschulen, ob staatlich oder privat, ihr Ausbildungsprogramm einem Check unterziehen. Was sind die Anforderungen des Marktes jetzt und in Zukunft? Welche Fächer müssen neu etabliert, welche verändert oder gestrichen werden? Mit diesen Fragen sehen sich nicht nur die Ausbildungseinrichtungen konfrontiert, sondern auch die Studenten. Wer macht mich fit für die Zukunft?... NGZ-Der Hotelier, Karriere Special


Klinikum Chemnitz: Von der Küche zum Servicecenter

Wie lassen sich Auslastung und Produktionsabläufe von Großküchen effizienter gestalten? Auf diese immer dringlicher gestellte Frage fand man im Klinikum Chemnitz eine Antwort: Das Klüh LogiCat System. Dieses moderne Verpflegungskonzept ruht auf zwei Säulen: Produktion nach Cook & Chill und Konzipierung der Küche vor Ort als reines Logistikzentrum. Seit November 2003 versorgt die Klinik Catering Chemnitz GmbH von einem Neubau auf dem Klinikgeländer aus täglich knapp 3.000 Patienten, Mitarbeiter und Gäste ohne selbst zu kochen. Die Basis: Konzentration aufs Kerngeschäft und starke Partner... gv-praxis, 2005


Traumjob Koch
Köche, Kellner und Hotelfachleute sind auf der ganzen Welt gefragt

Wer Freude daran hat, für andere zu arbeiten, ist hier richtig: in der Gastronomie, in der Hotellerie, im Tourismus überhaupt. Die Branche ist ein intensiver Dienstleistungsbereich. Als absolutes Plus gilt, dass – im Gegensatz zur Automobil- oder Textilindustrie – die Betriebe im weiteren Sinne an den Standort gebunden und die Arbeitsplätze nicht exportierbar sind. Außerdem können Köche, Hotel- und Restaurantfachleute auf der ganzen Welt arbeiten.
"In Amerika fängt man deutsche Köche mit dem Lasso von der Straße", weiß Weltenbummler Dietrich Enk vom Restaurant Palermo, der nach seiner Kochausbildung in Leipzig unter anderem auf der "Thor Heyerdahl" anheuerte und als Schiffskoch die Welt kennen lernte. Wer in der Branche eine Lehre beginnen will, muss aber erst mal die einzelnen Ausbildungsberufe kennen, um herauszufinden, welcher zu ihm passt... KREUZER-Gastroführer "LEIPZIG TAG&NACHT", 2005


Winzer im Glück

Das Weingut Pawis in Freyburg an der Unstrut bringt keine großen Mengen, aber Klasse ins Glas

"Rauchige Nase, satter Saft" – mit diesen Worten beschrieb das Magazin Weinwelt die 2002er Riesling Spätlese trocken aus dem Großjenaer Blütengrund vom Weingut Pawis. Die launige Trinkempfehlung dazu: zur Gala nach dem Aufbau Ost. Es ist keine lange Story, die da zu feiern wäre, aber eine erfolgreiche. Eine, von der die Hobbywinzer Irene und Herbert Pawis sicher nicht zu träumen wagten, als sie 1990 mit winzigen 0,5 Hektar Anbaufläche in den Freyburger Ehraubergen ein Weingut mit angebundener Straußwirtschaft gründeten.Der Andrang der Gäste wurde mit den Jahren immer größer. "Weder der kleine Gutsausschank und erst recht nicht die Weinherstellung reichten aus, um der Nachfrage gerecht zu werden", erinnert sich Herbert Pawis. Deshalb wurde 1997... KEUZER-Gastroführer "LEIPZIG TAG&NACHT", 2005


Sterne, Mützen, Kochlöffel

Wie die Leipziger Gastronomie in den überregionalen Gourmetführern abschneidet

Die wirtschaftliche Situation zwingt derzeit so manchen Wirt in die Knie. Der eine spart deshalb am Personal, bei manchen bleibt die Qualität auf der Strecke. Das kann sich ein Gourmetrestaurant nicht leisten. Der Kampf um Gäste, die für ein erstklassiges Menü ab 50 € aufwärts zahlen, ist hart. Die Bewertungen von Restaurantführern wie Michelin, Gault Millau und Feinschmecker sind den Gästen Wegweiser und den Gastronomen damit bares Geld wert. Die Gerüchte, die sich um so manchen Testerbesuch und angeblich käufliche Berufsesser ranken, kochen jedes Jahr neu hoch. Bewiesen sind sie nicht. Meist streuen sie die schwarzen Schafe der Zunft – jene, die am wenigsten durch eigene Leistungen positiv auffallen. Und dass Starköche wegen des Verlusts eines Sterns gar Selbstmord begehen, wird wohl auch noch andere Gründe haben. Aber es klingt nun mal so schön ...
Im jährlichen Ranking der Gastrotel-Liste mit den 1.000 besten Restaurants Deutschlands ist ein Leipziger Lokal von Platz 459 im vergangenen Jahr auf Platz 139 vorgerückt: der Stadtpfeiffer im Gewandhaus... KREUZER-Gastroführer "LEIPZIG TAG&NACHT", 2005


Die neue Lust am Weingenuß 

Leipzig hat weder Weinberge noch liegt es an der Deutschen Weinstraße. Trotzdem leben hier eine Weinkönigin, ein Winzer und ein echtes Weinoriginal. Mit eigenen Weinproben und kulinarischen Veranstaltungen stacheln vor allem die jungen Wilden unter den Gastronomen die Lust ihrer Gäste auf Wein an. Trotzdem ist die Szene durchaus noch überschaubar. Aber es gibt bereits tolle Kneipen mit einem tollen Angebot. Und keine Sperrstunde!

"Was trinken wir denn heute, Herr Müller?" Ullrich Müllers Gäste sehen in der Weinstube am Brunnen weniger in die Karte als in das Gesicht ihres Wirts. Weinhandlung und Weinstube liegen zwar abseits vom Trubel der City, aber der agile Weinkenner ist ein Original und sein Haus im Stadtteil Großzschocher ein Mekka echter Weinfreunde. Zum Riesling gibt’s hier ein Kompliment für die Dame, da ein Lob für den Herrn. Er wuselt durch sein Reich und freut sich, dass der Laden läuft. Zu allem und nichts weiß Müller eine Geschichte. Die gute Stimmung trüben nicht mal... Weinmagazin Vinum, 2004